Klimatipps für den Alltag

Die grüne Grillsaison startet, nachhaltig genießen, auch bei der Auswahl von Geschirr!

2- stellige Temperaturen und Sonne, das Wetter lädt zum Angrillen ein. Ob im Garten oder auf der Terrasse, im Park oder am Badesee: Grillen geht fast immer und überall.

Nicht nur köstliches Essen und gute Laune sollen garantiert sein, sondern auch der Wunsch, möglichst wenig Aufwand z.B. mit dem Abwasch zu betreiben.

Doch auch hier lohnt es sich, bei der Benutzung von Einweggeschirr auf die Umwelt zu achten!

Einweggeschirr, das umweltfreundlich, biologisch abbaubar und trotzdem stilvoll sein kann, ist hier die Lösung.

Einweggeschirr aus Bagasse (faserigen, gemahlenen Überreste, die bei der Zuckerfabrikation nach dem Auspressen von Zuckerrohr oder bei der Gewinnung von Sirup aus Zuckerhirse zurückbleiben), ist kompostierbar und plastikfrei.

Holzgeschirr wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und ist biologisch abbaubar. Es ist besonders robust und punktet mit einer hochwertigen Optik.

Das Einweg-Besteck aus Naturhölzern ist die perfekte Ergänzung zu Ihren Tellern und Schalen. Es bietet eine umweltfreundliche Alternative zu Besteck aus Kunststoff und wird aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt.

Bio-Einwegartikel aus Pappe und Karton werden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt. Unbeschichtete Einweg-Teller und Schalen sind kompostierbar, beschichtete sind recyclingfähig.

Palmblatt- Einweggeschirr zeichnet sich besonders durch die edle Optik und seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten aus. Es wird aus dem Rohstoff Palmblatt hergestellt, das als natürliches Nebenprodukt der Betelnussproduktion nutzbar wird. Es ist biologisch abbaubar.

SPENDEN; HELFEN; GUTES TUN- KARITATIVE PROJEKTE

Aus einer großen Anzahl gemeinnütziger Projekte haben wir vier ausgewählt, von denen ein Projekt unser Förderprojekt 2024/ 2025 werden wird. Darüber werden wir auf unserer Mitgliederversammlung am 28.05.2024 gemeinsam abstimmen.

Die Herzretter

Im November 2023 wurde das Projekt „Herzretter Stadt Hamburg“ unter der Schirmherrschaft Hamburgs Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher gestartet. Die Herzretter Stadt Hamburg ist ein Projekt der Herzretter- Initiative. Sie besteht aus dem gemeinnützigen Verein „Ich kann Leben retten! e.V.“ (kostenfreie Kinder – und Jugendtrainings) sowie der Herzretter- Trainings GmbH (kostenpflichtige Erwachsenentrainings).

Die Arche

„Der Schlüssel zum Herzen eines Kindes sind Liebe und Beziehung.“
Individuelle Zuwendung und Wertschätzung – ein Grundpfeiler der ARCHE-Philosophie. Kinder sind unsere Zukunft, aber leider ist jedes fünfte Kind in Hamburg von Armut betroffen und erfährt nicht die Zuwendung und Förderung, die Kinder für den Start in ein selbstbestimmtes Leben benötigen.
In Hamburg stehen Kindern und Jugendlichen drei ARCHEN in den Brennpunkten Jenfeld , Billstedt und Harburg offen. Die ARCHE bietet bedürftigen Kindern und Jugendlichen eine verlässliche Anlaufstelle und die Förderung, die junge Menschen brauchen, um voranzukommen. Es geht in der ARCHE darum, jungen Menschen Mut zu machen, sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, so dass sie einen guten Weg für ihr Leben finden.

Der ASB- Wünschewagen- Letzte Wünsche wagen

Die ASB- Wünschewagen erfüllen bundesweit schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch. Das Projekt setzt dort an, wo Angehörige überfordert sind, wenn ein Fahrgast nur liegend transportiert werden kann, pflegerische medizinische Betreuung benötigt wird, oder die Familie sich den Ausflug allein nicht zutraut.

Die NCL- Stiftung

Die Kinderdemenz NCL ist eine bis heute wenig erforschte Stoffwechselerkrankung. Sie ist unheilbar, schreitet unaufhaltsam voran und führt zu einem frühen Tod.
Die NCL-Stiftung setzt sich für die nationale und internationale Forschungsförderung ein, um den von NCL betroffenen Kindern eine Aussicht auf bisher fehlende Therapie- und Heilungsansätze zu geben.

DIGITALE GESUNDHEITSVERSORGUNG

D.mag 2024 – Digitalisierung, weil´s Spaß macht
Vom 9. bis 11. April 2024 dreht sich in den Berliner Messehallen wieder alles rund um das Thema Digital Health.
Mit über 750 nationalen und internationalen Ausstellern, über 300 Speakern und mehr als 16.000 erwarteten Teilnehmer: innen ist die DMEA Europas Leitveranstaltung für die digitale Gesundheitsversorgung.
Die DMEA Hallen füllen sich – hier erfahren Sie auf einen Blick alles über die Aussteller 2024 und die Produkte, die präsentiert werden.
Das Gesamtprogramm können Sie hier einsehen.

ZAHLREICHE ÄNDERUNGEN DES BUNDESGESUNDHEITSMINISTERIUMS SEIT JANUAR WIRKSAM

Die Kinderkrankentage wurden erhöht
Seit dem 1. Januar 2024  stehen Familien pro Kind in den Jahren 2024 und 2025 nun 15 bezahlte Kinderkrankentage zur Verfügung. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch entsprechend von 20 auf 30 Tage.

Das Kinderkrankengeld für Begleitpersonen bei stationärem Aufenthalt greift

Seit dem 1. Januar 2024 erhalten Versicherte einen Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn und solange die Mitaufnahme eines Elternteils bei stationärer Behandlung des versicherten Kindes aus medizinischen Gründen notwendig ist.

Die Eigenanteile in der Pflege wurden weiter begrenzt

Pflegebedürftige die vollstationär versorgt werden, kommen ab 1. Januar 2024 noch stärker in den Genuss von Entlastungen. Im ersten Jahr der Heimunterbringung übernimmt die Pflegekasse nun bereits 15 Prozent des pflegebedingten Eigenanteils, den Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 für Pflege, einschließlich Betreuung und medizinischer Behandlungspflege, im Heim aufbringen müssen. Im zweiten Jahr übernimmt die Pflegeversicherung künftig 30 Prozent, im dritten Jahr 50 Prozent und bei einer Verweildauer von vier und mehr Jahren 75 Prozent des monatlich zu zahlenden pflegebedingten Eigenanteils.

Die Leistungen für die häusliche Pflege sind gestiegen
Auch das Pflegegeld wurde zum 1. Januar 2024 angehoben. Die Beträge, die Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 für die eigenständige Sicherstellung der Pflege einsetzen – und in der Regel als Anerkennung an pflegende Angehörige weitergeben – steigen um 5 Prozent. Gleichzeitig werden auch die Leistungsbeträge für ambulante Pflegesachleistungen also häusliche Pflegehilfen durch ambulante Pflege- und Betreuungsdienste, um 5 Prozent angehoben.

Das Pflegeunterstützungsgeld für bis zu zehn Tage wurde eingeführt
Wer einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen unterstützen muss, hat ab 1. Januar 2024 pro Kalenderjahr Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld für bis zu zehn Arbeitstage je pflegebedürftiger Person.

Weitere Vereinfachungen für Schwerstpflegebedürftige unter 25 Jahren wurden eingeführt
Für pflegebedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Pflegegrade 4 und 5, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, traten am 1. Januar 2024 verschiedene Verbesserungen bei der Verhinderungspflege in Kraft: u.a. wird die Höchstdauer auf bis zu acht Wochen pro Kalenderjahr verlängert und die Möglichkeit eröffnet, dass die Mittel der Kurzzeitpflege auch vollständig für die Verhinderungspflege umgewidmet werden können. Außerdem setzt der Anspruch auf Verhinderungspflege früher ein und die Voraussetzung einer sechsmonatigen Vorpflegezeit entfällt.

Die Auskunftsansprüche von Pflegebedürftigen wurden gestärkt
Versicherte können ab 1. Januar 2024 von ihrer Pflegekasse verlangen, halbjährlich eine Übersicht über die von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen und deren Kosten zu erhalten. Die Informationen sind dabei so aufzubereiten, dass Laien sie verstehen können. Damit wird es für die Versicherten einfacher, die Leistungen transparent im Blick zu behalten.

Das E-Rezept wurde verpflichtend
Das E- Rezept wurde für alle gesetzlich Versicherten ab dem 1. Januar 2024 zum Standard. Ärztinnen und Ärzte müssen das E-Rezept ausstellen. Patientinnen und Patienten haben dann drei Möglichkeiten, ein Rezept einzulösen: per Stecken der elektronischen Gesundheitskarte in der Apotheke, per Anwendung der E-Rezept-App oder mittels Papierausdrucks.

Die Gesundheits-ID für Versicherte startete
Seit dem 1. Januar 2024 müssen Krankenkassen ihren Versicherten auf Wunsch eine digitale Identität in Form einer Gesundheits- ID zur Verfügung stellen. Die Gesundheits- ID soll einen kartenlosen Zugang zu allen Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) wie dem E-Rezept oder der elektronischen Patientenakte und weiteren Anwendungen wie zum Beispiel digitalen Gesundheitsanwendungen, Patientenportalen und Terminservices ermöglichen.

Neue Vergütung zur Förderung ambulanter Operationen wurde eingeführt
Um Anreize zu setzen, mehr ambulant zu operieren statt unnötig stationär, führt das BMG per Rechtsverordnung eine neue Vergütungsform ein. Diese spezielle sektorengleiche Vergütung in Form von Fallpauschalen garantiert Vertragsärzten und Krankenhäusern die gleiche Vergütung für bestimmte Eingriffe – egal ob sie ambulant oder stationär durchgeführt wurden. Die Regelung gilt für fünf Leistungsbereiche und trat vorbehaltlich der Verkündung der Rechtsverordnung zum 1. Januar 2024 in Kraft.

Erleichterter Austausch von Kinderarzneimitteln in Apotheken möglich
Apotheken können ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt bzw. Ärztin Kinderarzneimittel, die nicht verfügbar sind und auf der Dringlichkeitsliste des BfArM geführt werden, gegen ein wirkstoffgleiches Arzneimittel austauschen (Herstellung von Arzneimitteln in der Apotheke und Austausch der Darreichungsform). Dies gilt ab 16. Dezember 2023.

Erweiterte verbindliche Bevorratungspflichten von Arzneimitteln verpflichtend
Um die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln zu stärken, müssen Krankenhausapotheken und krankenhausversorgende Apotheken ihre Vorräte bei besonders wichtigen Arzneimittelgruppen (parenteral anzuwendenden Arzneimitteln und Antibiotika zur intensivmedizinischen Versorgung) aufstocken. Wenn bei Krebsarzneimitteln ein Engpass absehbar wird, gilt diese Regel auch für Apotheken, die anwendungsfertige Zubereitungen herstellen. Diese Änderungen des Apothekengesetzes und der Apothekenbetriebsordnung trat bereits zum 27. Dezember 2023 in Kraft.

Genderkonforme Beipackzettel wurden eingeführt
Künftig muss Arzneimittelwerbung außerhalb von Fachkreisen die Formulierung „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke“ verwenden. Die Änderung des gesetzlich vorgesehenen Warnhinweises gilt ebenfalls schon seit 27. Dezember 2023 und soll gleichstellungspolitischen Aspekten Rechnung tragen.

Das Organ- und Gewebespenderregister startete am 18.03.2024 schrittweise

Das Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende nimmt am 18. März 2024 unter www.organspende-register.de seinen Betrieb schrittweise auf. Im ersten Schritt ist es möglich, eine Erklärung zur Organ- und Gewebe­­spende im Register mithilfe eines Ausweisdokuments mit eID-Funktion (z.B. Personalausweis) zu hinterlegen.

Weitere Informationen zu den Änderungen ab 2024  finden Sie hier.

Wichtiges zu den Details des Organ- und Gewebespenderregisters können Sie unter diesem Link abrufen.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium

HAMBURG GEHT BEISPIELHAFT VORAN, DAS ÄRZTENETZ MACHT MIT!

Verwelkte Frühjahrsblüher und ihre Zwiebeln sind kein Müll! Warum gibt es heute eine Wegwerf- Mentalität bei den schönen Frühblühern?
 

Für ein wenig Frühling auf der Fensterbank oder dem Balkon werden  schon seit einigen Wochen Frühjahrsblüher im Topf verkauft. Für die Anzucht werden viel Energie, Dünger und auch Pestizide verbraucht. Trotzdem landen die Zwiebeln meist einfach im Müll, Nachhaltigkeit weit gefehlt!

Der BUND in Hamburg bietet nun an, dass man die Zwiebeln an Sammelstellen abgeben kann, die ihnen einen zweiten Frühling im nächsten Jahr schenken.

Blumenzwiebeln sorgen für farbenfrohes und nachhaltiges Grün. Sie sind eine besonders langlebige und wartungsarme Lösung für die Verschönerung unserer Gärten und des öffentlichen Grüns. Durch Verwilderung blühen die Zwiebeln jahrelang. Darüber hinaus tragen viele Blumenzwiebeln zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei, da sie insektenfreundlich sind. Übrigens eignen sich Blumenzwiebeln auch für die Dachbegrünung.

Bitte schneiden Sie die Zwiebeln nicht ab, sondern pflanzen Sie diese möglichst mit den noch grünen Stängeln und Blättern ein, oder geben Sie sie an folgenden BUNDNaturerlebnisgarten-Standorten ab:

  • Wilhelmsburger Inselpark; Hauland 83
  • Haus der BUNDten Natur im Kellinghusenpark; Loehrsweg 13
  • BUND Hamburg-Geschäftsstelle; Lange Reihe 29
  • Eisen-Jens Wilhelmsburg; Veringstraße 49
  • Bücherhalle Kirchdorf; Wilhelm-Strauß-Weg 2
  • Kinderland Moorburg; Moorburger Elbdeich 249
  • Marcias Blumenerlebnis; Moorburger Elbdeich 387
  • Saatgut-Börse in Winterhude; Bussestraße.

Vor dem Büro stehen Sammelbehälter, in die die Töpfe rund um die Uhr hineingestellt werden können. Wer möchte, kann sie dann einfach mitnehmen.

Machen Sie mit, Pflanzen für den Insektengarten, auch- oder gerade in der Großstadt!

Quelle: MOPO Hamburg

Hamburg wird erste Modellregion für digitale Gesundheit

Die gematik hat dem Bewerber-Konsortium rund um das ÄrzteNetz Hamburg den Zuschlag erteilt. Digitale Anwendungen & Dienste sollen künftig in der Modellregion Hamburg und Umland erprobt und im Praxisbetrieb geprüft werden.

Zusammen mit unseren Partnern freuen wir uns sehr über diesen Erfolg!

Zur Pressemitteilung der gematik

Aktuelles zur Gesundheitspolitik – Streichung der Neupatientenregelung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es reicht!!

Der Einsatz der Kassenärztinnen und -ärzten sowie deren Mitarbeiter:innen, ob niedergelassen oder im Krankenhaus, hat in den vergangenen Jahren erschwerend unter Coronabedingungen stattgefunden. Die Art und Weise, wie das Personal im Gesundheitswesen gearbeitet hat, wurde von der Bevölkerung sogar durch tägliches Beifallklatschen gewürdigt. Aber die Coronaprämien gingen nur an einen ausgewählten Personenkreis in Krankenhäusern und Pflegeheimen und wurden im niedergelassenen Bereich oft von den Praxisinhaber:innen aus der eigenen Tasche gezahlt, um die Mitarbeiter:innen zu entlohnen und zu motivieren. Aufgrund der starken Auslastung unserer Praxen und der damit verbundenen langen Wartezeiten für die Patient:innen war das TSVG am 11.5.2019 in Kraft getreten. Mit dieser Maßnahme sollten den Ärzt:innen finanzielle Freiräume geschaffen werden, um mehr Patient:innen behandeln zu können. Durch eine extrabudgetäre Vergütung sollten die Niedergelassenen zur Mehr-Arbeit motiviert werden. Dieses Konzept war gut und richtig und hat zu einer deutlichen Verbesserung der Versorgung von Kassenpatient:innen geführt.  

Außerdem soll in diesem Jahr bei den Budget-Verhandlungen gerademal eine Steigerung von 2% durch die Krankenkassen gezahlt werden, nachdem in den vergangenen Jahren lediglich Null-Runden in der Vergütung galten. Bei den massiv gestiegenen Energie- und Personalkosten ist das ein wirklich schlechter Witz. Zumal der Staat im öffentlichen Dienst teilweise zweistellige Lohnsteigerungen vereinbart, ebenso wie die Gewerkschaften in anderen Arbeitsbereichen. Dadurch wird es für uns immer schwerer, gute Mitarbeiter:innen zu gewinnen, da in Pflege und Gesundheitswesen immer noch deutlich schlechter gezahlt wird als im Verwaltungsbereich. Die jetzige Absicht, uns weiter finanziell herunterzuregulieren, bei gleichzeitig 10%-iger Inflationsrate zeigt, dass es an Verständnis und Realitätsgefühl unseres Gesundheitsministers mangelt, wenn er jetzt die Neupatientenregelung mit ihrer extrabudgetären Vergütung streichen möchte, um die leeren Kassen der Krankenkassen auszugleichen. Das wäre so ähnlich, als wenn einem Fabrikarbeiter der Lohn gekürzt wird, um die gestiegenen Energiekosten seines arbeitgebenden Betriebes auszugleichen. Was soll das?

Wir sollten endlich – so wie in jedem anderen Beruf auch – einen berechtigten, fair ausgehandelten Lohn für geleistete Arbeit erhalten ohne Budgetierung oder Quotierung. Deshalb helft mit, schließt Eure Praxen am Mittwoch, den 5.10.2022 und nehmt stattdessen die Fortbildung für Niedergelassene wahr: „Der Notfall in der Praxis – die Praxis als Notfall„.

Herzlichst Ihr und Euer

Andreas Schüßeler im Namen des Vorstands

Tipps zum Energiesparen

Energiesparen liegt derzeit besonders im Trend – nicht nur um Geld zu sparen, sondern vor allem auch, um das Klima zu schützen. Das gilt sowohl für unsere privaten Wohnräume als auch für unsere Praxen und Arbeitsplätze. Wir haben uns bemüht, für Sie ein paar Tipps zum Energiesparen zusammenzustellen, inspiriert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Kurzfristige Maßnahmen:

  • Raumtemperatur um 1 Grad senken: spart bis zu 6% Verbrauch
  • Heizungen optimal nutzen: nicht durch Möbel oder Vorhänge verdecken und Türen schließen
  • Heizungen regelmäßig entlüften und warten lassen – spart bis zu 15% Energie 
  • Richtig lüften: Fenster für kurze Zeit ganz auf, dann wieder zu anstatt lange auf Kipp 
  • Kaltes Wasser benutzen: zum Händewaschen, vielleicht gelegentlich auch zum Duschen und die Wäsche – wenn möglich – kälter waschen
  • Geräte nicht auf Stand-by: PC-Monitore, Licht und Praxisgeräte über Nacht ausschalten
  • Kühlschrank runterstellen: sieben Grad reichen aus, um Lebensmittel und Getränke verlässlich zu kühlen. Bereits ein Grad hochschalten zahlt sich aus: Das senkt die Stromkosten um sechs Prozent.
  • Beleuchtung: Wenn Sie alte Glüh- und Halogenlampen durch neue LEDs austauschen, können Sie bis zu 80 Prozent des Energieverbrauchs einsparen
  • Strom sparen im Arbeitsalltag: es gilt die Regel: je kleiner desto stromsparender. Computer > Laptop > Tablet. 

Mittelfristige Maßnahmen:

  • Alte Praxisgeräte austauschen: Ältere Modelle mit einer niedrigen Energieeffizienzklasse sind oft echte Stromfresser. Ein Austausch kann ca. 50 bis 70 Euro Stromkosten im Jahr pro Gerät einsparen. Ein Strommessgerät kann dabei helfen, Stromfresser zu identifizieren.
  • Fenster und Türen neu verdichten
  • Installation wassersparender Armaturen und smarter Thermostate
  • Erneuerung des Heizsystems, Umstellung auf erneuerbare Energien – oftmals gibt es dafür sogar Förderung. Eine individuelle Beratung Ihrer Heizungsfirma (am Besten jetzt) kann Ihnen die besten Möglichkeiten für Praxis und Wohnung aufzeigen (eine solche Beratung ist bereits regierungsseitig geplant)
  • Energieberater:in engagieren: spart bares Geld und wird sogar staatlich gefördert

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

“Der Mensch ist nur so gesund wie seine Umwelt” –  so schrieb es kürzlich das Magazin DUP. Was also, wenn sich die Erde verändert? Wenn es wärmer wird und wir von immer mehr Naturkatastrophen heimgesucht werden? Ganz klar – mit jeder Veränderung der Natur verändern sich auch die Lebensbedingungen für den Menschen und so bringt der Klimawandel schon jetzt neue Herausforderungen für die Gesundheitsbranche. Eckart von Hirschhausen machte kürzlich im Ärzteblatt klar: “Als Arzt habe ich gelernt, dass der Mensch maximal 41 Grad Körpertemperatur aushalten kann. Wir hatten letztes Jahr bereits 42 Grad in Deutschland. Es starben Tausende Menschen durch die Hitzewellen, wir bekommen Malaria, West-Nil-Fieber und andere Tropenkrankheiten zurück, und der ganze Wahnsinn der fossilen Brennstoffe von Braunkohle bis Diesel kostet enorm viele Lebensjahre durch den Dreck, den wir einatmen.” 

Diese Annahme lässt sich auch durch Zahlen untermauern:

  • Die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs ist zwischen 2000 und 2020 um 53 Prozent gestiegen
  • 107.000 Menschen wurden durch Flüssigkeitsmangel im Krankenhaus behandelt (2020), davon sind rund 3.300 Personen gestorben (7x mehr als im Jahr 2000) Quelle
  • Umweltverschmutzung fordert neun Millionen Tote pro Jahr Quelle

Klimawandel und steigende Temperaturen führen demnach zu Atemwegserkrankungen, neuen Infektionskrankheiten, Hitzeschlägen sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Doch nur die wenigsten Ärzt:innen bilden sich fort im Bereich klimasensible Krankheiten oder passen beispielsweise die Medikamente ihrer Patient:innen an. 

Gleichsam ist die Medizinbranche verantwortlich für 4,4% der weltweiten Emissionen – das ist mehr als die Schifffahrt und der Flugverkehr. Es ist unser aller Aufgabe, daran etwas zu ändern. Jede Idee und jede Handlungsänderung zählt.

Vor kurzem haben wir eine Checkliste gestartet, die darauf wartet, mit ihren Ideen ergänzt zu werden. Gemeinsam für einen gesunden Planeten!

Unsere Klima Checkliste

Ideen müssen nicht groß oder bahnbrechend sein, um einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas zu leisten. Jede und jeder kann mit kleinen Schritten anfangen und den eigenen Alltag ein bisschen anpassen. Wir möchten Ihnen gerne solche Ideen für den Alltag mit auf den Weg geben und freuen uns über Ihre Vorschläge, um diese Liste sinnvoll zu erweitern. So kann Stück für Stück eine Checkliste entstehen, die einfache Impulse gibt, um sofort zu starten. Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

  1. Ersetzen Sie alle Leuchtmittel Ihrer Praxis durch LED Lampen. 
    Sie sparen 90% Energie und Kosten bei gleicher Helligkeit, die etwa 8-fachen Anschaffungskosten der LED Leuchtmittel werden durch eine 20-fache Lebensdauer mehr als kompensiert.
  2. Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum. 
    Wenn Sie die Fleisch-/Wurstmenge pro Tag von 100g auf 50g reduzieren oder von 7 Tagen nur an 3 Tagen Fleisch konsumieren, sparen Sie etwa 7kg CO2 Äquivalente. 
  3. Fahren Sie Rad anstatt Auto (zur Arbeit).
    Neben dem gesundheitlichen Effekt sparen Sie z.B. bei 10km Fahrstrecke pro Arbeitstag (in 5 Tagen) 8,5kg CO2 Äquivalente.
  4. Hier könnte Ihre Idee stehen…

Zum Errechnen der CO2 Werte haben wir das Klimaretter Tool genutzt. Eine einfache App, mit der Sie Ihre COs Einsparungen tracken können.