Infoveranstaltung der UKE Klinik für HNO Heilkunde am 18.09.2019

„Zungenschrittmacher als Therapieoption bei CPAP-Versagen“ am 18.09.2019 um 16.00 Uhr im Dorint-Hotel am UKE. Es referieren Prof. Dr. Chr. Betz, Dr. M. Oldigs, Dr. J. Wiedemann und Privatdozent Dr. A. Böttcher (Foto)

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17. April – Welttag der Hämophilie

Seit 1989 gibt es diesen Tag, der an die Bluterkrankheit erinnern soll.

Hämophilie ist eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das Blut aus Wunden gerinnt nicht oder nur langsam.

Hämophilie – die Neigung zu Blutungen, die „Krankheit der Könige“ – so genannt, weil sie in vielen Europäischen Herrscherfamilien gehäuft vorkommt. Die Königsfamilien heirateten untereinander und somit wurden die Gendefekte, die zur Erbkrankheit der Hämophilie führten, immer wieder an die Nachkommen weitergegeben.

Es gibt viele Formen der Hämophilie. Am bekanntesten ist die Hämophilie A, bei der der Gerinnungsfaktor mit der Nummer 8 (VIII) zu wenig gebildet wird. Durch diesen Mangel wird bei einer Verletzung das zum Wundverschluss notwendige Blutgerinnsel nicht oder ungenügend gebildet, der Betroffene kann verbluten.

Durch Mutationen, die zu Defekten in der Erbanlage führen, können bestimmte Gerinnungsfaktoren nicht ausreichend gebildet werden. Besonders häufig tritt der Mangel an Faktor 8 auf. Dieser wird über das Geschlechtschromosom X vererbt. Da Männer nur ein X-Chromosom besitzen und damit einen Erbdefekt mit einem gesunden Chromosom nicht kompensieren können, betrifft diese Erkrankung eigentlich auch nur Männer. Früher, als es noch nicht so gute Behandlungsmöglichkeiten mit künstlichen Faktoren gab, war die Lebenserwartung der Menschen mit einer Hämophilie deutlich niedriger.

Übrigens: Eine leichte Gerinnungsstörung, zum Beispiel bei einem leichten Mangel des sogenannten von-Willebrand-Faktors (die häufigste vererbte Gerinnungsstörung auf der Welt), kann im Alter sogar von Vorteil sein, weil man einfach nicht so leicht einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen kann.

Menschen, die unter Nasenbluten leiden, die leicht blaue Flecken bekommen oder bei denen es immer lange dauert, bis es nach einer leichten Verletzung aufhört zu bluten, sollten sich vor einer  Operation untersuchen lassen.

Es gibt sogar richtige Gerinnungsspezialisten, die Hämostaseologen, bei denen sich Patienten Rat holen können. Aber eigentlich kann jeder Arzt – natürlich auch die Ärzte in unserem ÄrzteNetz – die notwendigen Laboruntersuchungen veranlassen, um herauszufinden, ob eine angeborene Hämophilie vorliegt.

Bleiben Sie gesund!

Dr. Jens Heidrich

10 Jahre Terminpool

Im Juni 2019 kann das ÄrzteNetzHamburg auf einen ganz besonderen Termin zurückblicken. Am 30.6.2009 war es die HNO Praxis Eidelstedter Platz, die den ersten Termin über den Terminpool des ÄrzteNetzes (damals noch Ärztenetz Hamburg Nordwest) buchte. Die Praxis vermittelte damals einen Patienten an Dr. Carsten Timm von der OrthoGroup.

Mit der Einführung des Terminpools war das ÄrzteNetz seiner Zeit weit voraus. Der Terminpool wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Ärztenetz Hamburg e.V. und Thomas Liebhoff – EDV Beratung auf Basis der Software L39.Components entwickelt.

Die Grundidee des Terminpools besteht darin, dass die einzelnen Mitglieder eines Verbundes (hier die Praxen des ÄrzteNetzes) freie Termine anbieten, damit andere Mitglieder diese für ihre Praxen nutzen können. Die Termine müssen dabei nicht einzeln erfasst werden, sondern können auf einem System von hinterlegten Informationen für jede Praxis automatisch und individuell berechnet und angeboten werden. Der Terminpool kann für die übergreifende Vergabe von Terminen bei geschlossenen Benutzergruppen, wie zum Beispiel Ärztenetzen, eingesetzt werden. Die Software ist sehr gut konfigurierbar, so dass sich die Module leicht an verschiedene Anforderungen anpassen lassen.

Seit dem Jahr 2015 sollen Kassenpatienten nicht länger als vier Wochen auf einen Arzttermin warten müssen, so die Anforderung des Gesetzgebers. Der Bundesrat hat im April 2019 das sogenannte Terminservice-Gesetz verabschiedet. Damit sollen gesetzlich Versicherte schneller an einen Arzttermin kommen als dieses bislang möglich war. Wenn ein Hausarzt seinem Patienten einen dringenden Facharzttermin vermittelt, bekommt er dafür künftig einen Bonus. Der behandelnde Facharzt erhält eine Vergütung außerhalb seines Budgets. Bei Vermittlung durch eine Terminservicestelle kommen die Mediziner zusätzlich in den Genuss eines nach Wartezeiten gestaffelten Zuschlags.

Die heute durch den Gesetzgeber geschaffenen Regelungen konnten durch das ÄrzteNetz bereits vor 10 Jahren umgesetzt werden. Einmal mehr zeigt sich heute, dass das ÄrzteNetzHamburg schon damals mit seiner visionären Idee auf dem richtigen Weg war. Nicht nur den Mitgliedern des ÄrzteNetzes brachte der Terminpool in den letzten Jahren Vorteile. Mittlerweile wurden über den Terminpool des ÄrzteNetzes mehr als 10000 Termine vereinbart und umgesetzt. Das bedeutet, dass pro Woche ca. 20 Termine vergeben werden konnten. Dieses stellt eine Erleichterung für die Patienten dar. Einerseits entfällt die oft aufwendige Terminsuche und andererseits kann die notwendige medizinische Versorgung und der Behandlungsverlauf optimiert und beschleunigt werden. Mit den Mitgliedern des ÄrzteNetzes steht dem überweisenden Arzt ein Pool von qualifizierten Partnern für die Folgetermine zur Verfügung. Der Patient profitiert also doppelt, indem er einen Termin bekommt und sich die Suche nach entsprechenden Fachärzten erspart.

Im Zusammenhang mit den neuen gesetzlichen Forderungen bringt der Einsatz der Terminpoolsoftware viele Vorteile. Die Anforderungen an eine Termingarantie innerhalb von 4 Wochen oder kürzer kann problemlos umgesetzt werden. Für die Umsetzung der Vorgaben des Terminservice-Gesetzes ist der Terminpool das optimale Werkzeug. Unabhängig von den Terminservicestellen kann der Arzt in seiner eigenen Praxis Patienten mit Terminen bei Facharztkollegen versorgen. Diese stehen über den Terminpool zur Verfügung. Die Patienten verlassen also direkt nach dem Arzttermin die Praxis mit einem entsprechenden Facharzttermin und müssen ihrerseits nicht mehr selbst aktiv werden. Ebenso ist es natürlich möglich Kooperationspartner wie Krankenkassen oder Terminservicestellen in den Terminpool einzubinden. Damit stehen die eigenen Termine in erweitertem Rahmen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Terminpool und zur Software L39.Components finden Sie unter l39.liebhoff.de.