Rundschreiben der KV Nr. 14: Corona, Weiterbildung

Corona: Mehr Impfstoff für nächste Woche – und nur Comirnaty

Für die kommende Woche steht den Ärzten deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung als bisher geplant. Nach einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums wird sich die Menge des Impfstoffes verdoppeln. Anders als ursprünglich angekündigt wird der Bund den Arztpraxen für die Woche vom 26. April bis 2. Mai allerdings ausschließlich den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer bereitstellen. Bitte beachten Sie hierzu:

  • Die Bestellungen müssen beim Apotheker bis morgen, 20.4. eingereicht werden.
  • Die Bestellmenge pro Arzt beträgt bis zu 48 Dosen COVID-19-Impfstoff Comirnaty®von BioNTech/Pfizer
  • Mindestliefermenge: Abhängig von der Anzahl der Gesamtbestellungen erhält jede Ärztin und jeder Arzt mindestens 24-30 Dosen (4-5 Vials) BioNTech/Pfizer.
  • Ärztinnen und Ärzte, die ihre Bestellung bereits aufgegeben haben und nunmehr die Anzahl der BioNTech-Dosen ändern wollen, können ein neues Rezept einreichen. Sie schreiben dazu auf das neue Formular „Austausch gegen das Rezept vom xx. April 2021“. Dies sollte in Rücksprache mit dem Apotheker erfolgen. Für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Bestellung nicht ändern, bleibt die Menge für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer bestehen. Die Bestellung des Impfstoffs von AstraZeneca entfällt ersatzlos.

Die Impfstoff-spezifische Bestellung soll nach den derzeitigen Plänen in der darauffolgenden Woche (3.5. bis 7.5., Bestellung am 27.4.) möglich sein.

Neue Richtlinie zur Förderung der Weiterbildung

Am 1. Mai 2021 tritt die neue Richtlinie zur Förderung der Weiterbildung in Kraft. Hier die wichtigsten Neuerungen:

Die bisher getrennten Richtlinien für die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin und in der fachärztlichen Weiterbildung wurden in einer Richtlinie zusammengefasst.

  • Die bisher getrennten Richtlinien zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin und in der fachärztlichen Weiterbildung wurden in einer Richtlinie zusammengefasst.
  • Sollte bei der Antragsstellung die sogenannte „Formale Zeitenbestätigung“ der Ärztekammer Hamburg nicht vorgelegt werden können, muss diese innerhalb von drei Monaten unaufgefordert nachgereicht werden. Nach fristgemäßem Eingang und Überprüfung der Fördervoraussetzungen werden die Fördergelder dann rückwirkend ausgezahlt.
  • Die Förderung ruht bei Unterbrechung der Weiterbildung. Ausnahme: Im Falle von Krankheitszeiten von insgesamt nicht mehr als sechs Wochen jährlich wird die Förderung aufrechterhalten. Die KVH fördert während Krankheitszeiten allerdings nur den Differenzbetrag zu den nach dem Aufwendungsausgleichgesetz (AAG) erhaltenen Leistungen.

Die neue Richtlinie finden Sie auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg www.kvhh.net unter der Rubrik „Praxis Recht und Verträge/Amtliche Bekanntmachung.

Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/1/2/3/4/1234fa2b5ace81713f251581c248a8dcbf73c761/Nr-14-Stand-21-4-19.pdf

Rundschreiben der KV Nr. 13: Corona

Corona: AstraZeneca verimpfen!

In der kommenden Woche werden die Arztpraxen zum ersten Mal auch mit dem Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) beliefert. Manche Ärzte – zum Beispiel Pädiater – werden mit dem Impfstoff nichts anfangen können, andere haben ihr Einladungswesen so schnell nicht umstellen können uns es gibt generell Vorbehalte gegen Vaxzevria in der Bevölkerung. Trotzdem ist es wichtig, dass kein Impfstoff verloren geht. Deshalb beachten Sie bitte folgendes:

  • Sollten Sie den Impfstoff von AstraZeneca in Ihrer Praxis nicht verimpfen können, fragen Sie Kollegen in Ihrem Umfeld, ob Sie deren Patienten impfen können. Nötigenfalls hilft auch die Apotheke aus, die Ihnen den Impfstoff geliefert hat. Dort können Sie nachfragen, ob Impfstoff nicht ausgeliefert wurde und diesen übernehmen.
  • Die STIKO empfiehlt Vaxzevria für alle Menschen über 60 Jahre. Dieser Personengruppe sollten Sie eine Impfung mit diesem Impfstoff anbieten. Weitere Differenzierungen nach der Priorisierungsliste der Impfverordnung sollten Sie nur vornehmen, wenn dies unkompliziert und schnell umgesetzt werden kann.
  • Vaxzevria ist im Umgang und Haltbarkeit einfacher zu handhaben als mRNA-Wirkstoffe. Deshalb ist es mit Vaxzevria auch möglich, in der Sprechstunde „nebenbei“ zu impfen, wie Sie es vielleicht von der Grippeimpfung her gewohnt sind. Nutzen Sie diese Möglichkeit.

Um die Impfstoff-Lieferung der kommenden Woche hat es eine heftige politische Auseinandersetzung gegeben. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat dem Bundesgesundheitsministerium vorgeworfen, die Praxen gegenüber den Impfzentren zu benachteiligen. Das Ministerium hat dem widersprochen. Recht haben beide.

Die KBV hat insofern recht, als dass Minister Spahn für die kommende Woche eine erheblich höhere Impfstoff-Lieferung für die Praxen angekündigt hatte. Dies wurde nun zurückgenommen, weil es zu weiteren Lieferausfällen gekommen ist und die Impfzentren die zugesagten Impfstoffmengen erhalten sollen. Insoweit sind die Zentren in der Tat bevorzugt worden. Allerdings wird die Gesamtlieferung an die Praxen höher sein, als es in dieser Woche der Fall war.

Die Belieferung auch mit Vaxzevria von AstraZeneca in der kommenden Woche war immer angekündigt worden. Hier hat sich nur das Verhältnis von Comirnaty (BioNTech) zu Vaxzevria verschoben. Mittelfristig werden den Praxen alle Impfstoffe zur Verfügung stehen. Viele Impfzentren möchten keine Impfungen mit AstraZeneca-Impfstoff durchführen, weil geplant ist, die Zentren zum 30. Juni zu schließen. Erstimpfungen mit Vaxzevria zum jetzigen Zeitpunkt würden aber die Zweitimpfung in den Juli verschieben. Dies soll verhindert werden.

Corona: Ab kommender Woche Impfstoff-spezifisch bestellen

Ab kommender Woche können Ärzte den Impfstoff gegen das SARS CoV-2-Virus spezifisch bestellen, also getrennt nach den Produkten von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca. Sie müssen hierzu auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16) den Impfstoffnamen und die jeweilige Anzahl Dosen angeben, zum Beispiel: „18 Impfdosen Comirnaty plus erforderliches Impfzubehör und 10 Impfdosen Vaxzevria plus erforderliches Impfzubehör“. Bitte beachten Sie, dass die bestellten Impfdosen sich bei Comirnaty durch sechs und bei Vaxzevria durch zehn teilen lassen müssen, weil die Fläschchen entsprechend konfektioniert sind.

Um möglichst viele Patientinnen und Patienten impfen zu können, wird empfohlen, beide Impfstoffe zu bestellen. Für die Woche vom 26. April bis 2. Mai gilt eine Höchstmenge von 18 bis maximal 30 Dosen COVID-19-Impfstoff Comirnaty pro Arzt und 10 bis maximal 50 Dosen COVID-19-Impfstoff Vaxzevria pro Arzt. Gegebenenfalls muss quotiert ausgeliefert werden. Die Bestellung muss bis zum 20.4. um 12.00 Uhr bei Ihrem Apotheker sein.

Informationen zum Umgang mit dem AstraZeneca-Impfstoff finden Sie in unserem Online-Portal unter dem Punkt „Impfen“.

Corona: Privat-Impfzentren grundsätzlich möglich, aber…

An die KVH sind von den Mitgliedern Fragen bezüglich der Organisation der Corona Impfungen in Praxen herangetragen worden. Dabei ging es im Wesentlichen um zwei Themenkomplexe.

Zum einen um die Möglichkeit, einen „Impfarzt“ in der eigenen Praxis zu beschäftigen, der ausschließlich die Corona-Impfungen vornimmt. Zum anderen um die Frage des Zusammenschlusses mehrerer Praxen zu einem kleinen „Impfzentrum“.

Zur ersten Fragestellung ist festzuhalten, dass es sich bei den Corona-Impfungen nicht um GKV-Leistungen handelt. Insoweit ist es möglich, hierfür einen soziaversicherungspflichtig oder gering beschäftigten Arzt anzustellen. Es ist strikt darauf zu achten, dass von diesem nur die Impf-Leistungen erbracht werden, welche nicht der GKV zuzurechnen sind. Nicht möglich ist es, einen selbstständigen Arzt als Honorarazt zu beschäftigen. Da es sich um eine weisungsgebundene Tätigkeit handelt, birgt die Beschäftigung eines Honorararztes das Risiko der Scheinselbstständigkeit mit der Folge, dass Sozialversicherungsbeiträge nachgezahlt werden müssen.

Bezüglich des Zusammenschlusses mehrer Vertragsarztpraxen, um gemeinsam die Corona-Impfungen zu organisieren und vorzunehmen, ist unbedingt darauf zu achten, dass das gesamte Impfprozedere mit Bestellung des Impfstoffes, der Impfung und der Abrechnung der jerweiligen Vertragsarztpraxis eindeutig zuzuordnen ist. Ein Zusammenschluss kann sich somit nur auf die Nutzung gemeinsamer Räumlichkeiten beziehen. Sofern ein Zusammenschluss zur gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten erfolgt, geht dies unweigerlich mit der Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) einher. Es empfiehlt sich, hierzu unabhängigen Rechtsrat einzuholen.

Da ausschließliches Impfen keine GKV-Leistung ist, sind Anstellungen von Ärzten und Nutzung anderweitiger Räumlichkeiten außerhalb der Praxis nicht durch die KV oder den ZA genehmigungspflichtig.

Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/9/8/d/6/98d631f33e9556bf76f2b3e753390b43f96bbfef/Nr-13-Stand-21-4-16.pdf

Paper zu Nebenwirkungen der Covid-19 Impfung

Liebe Netzmitglieder,

die Informationen, die uns zur Corona-Impfung vorliegen werden ständig angepasst, revidiert oder ergänzt. Dennoch möchten wir versuchen, Sie mit wichtigen Informationen zu versorgen, damit Sie die bestmögliche Entscheidung für Ihre Patientinnen treffen können. Unsere Beiträge dazu sollen keineswegs das Recht auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität beanspruchen. Sie sind lediglich ein Versuch, Informationen mit Ihnen zu teilen, die wir nach bestem Wissen uns Gewissen ausgewählt haben.

Zu diesem Zweck finden Sie unter folgendem Link ein Paper aus dem New England Journal of Medicine zum Thema Thrombozytopenie nach einer Covid-19 Impfung: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2104840

Viele Grüße
Ihr ÄrzteNetz

Rundschreiben der KV Nr. 12: Corona

Corona: Ab 19.4. auch AstraZeneca in den Praxen

In der 16. Woche, die mit dem 18. April beginnt, wird auch AstraZeneca in die Praxen geliefert. Da entgegen der Ankündigung des Bundesgesundheitsministers die Zahl der Wirkstoffe nicht dramatisch steigen wird, kann noch immer nicht die Menge an Impfstoff bestellt und vor allem geliefert werden, die verimpft werden könnte. Gehen Sie bei der Bestellung für die 16. Woche also wie folgt vor:

  • Die Bestellung muss bis zum 14.4. um 12.00 Uhr bei Ihrem Apotheker sein.
  • Bitte bestellen Sie „generisch“, also ohne Nennung des Wirkstoffes.
  • Die Höhe der Bestellung ist lt. KBV auf 16 – 42 Dosen engeschränkt, Sie müssen aber damit rechnen, dass die Bestellung nicht in voller Höhe ausgeliefert wird.
  • Der Apotheker wird Ihre Bestellung in etwa zu gleichen Teilen auf Comirnaty und AstraZeneca aufteilen.
  • Kinderärzte sollten bei der Bestellung darauf hinweisen, dass sie AstraZeneca im Regelfall nicht verimpfen können.

Informationen zum Umgang mit dem AstraZeneca-Impfstoff finden Sie in unserem Online-Portal unter dem Punkt „Impfen“.

Corona: Behörden-Priorisierung gilt nicht für Praxen

Aufgrund zahlreicher Nachfragen weisen wir noch einmal darauf hin, dass die von der Sozialbehörde für Hamburg erlassenen Bedingungen für die Impfberechtigung nicht für Praxen gilt. Ärzte haben sich nach der Impfverordnung des Bunds zu richten. Diese kennt nur die Prioritäts-Stufen 1 bis 3 ohne weitere Unter-Priorisierungen. Der Arzt ist gehalten, seine Impfung an diesen Stufen auszurichten – also sollen beispielsweise erst einmal allen über 80jährigen Patienten ein Impfangebot gemacht werden.

Wenn eine Prio-Stufe „ausgeschöpft“ ist, kann in die nächst niedrigere gewechselt werden. Zudem kann von der Priorisierung generell abgewichen werden, wenn „technische Gründe“ dies erfordern. Hierzu zählt vor allem die Gefahr, die Impfdosen eines Fläschchens („Vial“) nicht aufbrauchen zu können. Ein Verfall von Impfstoff gilt es in jedem Fall zu vermeiden.

Corona: Keine zusätzlichen Dosen aus den Vials ziehen!

Vereinzelt haben Ärzte berichtet, dass es ihnen gelungen ist, sieben Impfdosen aus dem Vial Comirnaty zu ziehen. Dies ist in der Tat mitunter möglich, weil die Sicherheitsbefüllung der Vials unterschiedlich ausfällt. Wir müssen aber darauf hinweisen, dass das Ziehen einer siebten Dosis nicht der Zulassung von Comirnaty entspricht. Damit läge ei off-label-use vor, der es notwendig macht, dass alle Impflinge, die aus diesem Vial geimpft werden, ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht werden müssen und dies auch ausdrücklich und schriftlich bestätigen müssen. Außerdem geht die Haftung teilweise auf den Arzt über. Aus diesem Grund raten wir davon ab, eine siebte Dosis aus dem Vial zu ziehen.

Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/4/1/2/5/4125f0d1db181b277ff844c5ac2e6094da6a6011/Nr-12-Stand-21-4-12.pdf

Rundschreiben der KV Nr. 11: Corona-Impfungen: Mitgelieferte Paraphernalia sorgfältig prüfen!

Corona-Impfungen: Mitgelieferte Paraphernalia sorgfältig prüfen!

Leider ist der Start in das Impfen in den Praxen nicht ganz problemlos verlaufen. Wir haben den Hinweis von einigen Mitgliedern und Apotheken erhalten, dass offenbar in einigen Fällen bei den mit dem Impfstoff von BioNTech gelieferten Paraphernalia Spritze und Kanüle nicht zusammenpassen. Das Totvolumen sei erheblich und es bestünde die Gefahr des Auslaufens, da die Konnektierung nicht optimal sei.
Es handelt sich um die Spritze „B|Braun Injekt-F Luer solo 1ml“ und die Kanüle „Vernacare LDS Long Orange Needle“. Inwieweit noch andere Kombinationen von Spritze und Kanüle mitgeliefert wurden, die nicht zusammenpassen, ist uns nicht bekannt. Daher bitten wir Sie, grundsätzlich vor der Verwendung des Impfstoffs zu prüfen, ob die Ihnen gelieferten Spritzen und Kanülen gut konnektieren und kein großes Totvolumen produzieren. Sollten Sie die o.g. Spritze erhalten haben, können Sie diese wie folgt verwenden: Diese Spritze hat einen Spardorn. Sie kann mit jeder für die i.m. Injektion geeigneten 23G- oder 25G-Kanüle verwendet werden, nicht aber mit der oben genannten speziellen Kanüle. Diese hat zwar einen Spardorn nach unten, aber in der Kombination mit einer normalen Spritze entsteht ein zu großes Totraumvolumen. Dies führt beim Verwenden einer Transferkanüle und dem Aufziehen von 0,34 ml Lösung dazu, dass aus dem Vial nur fünf Impfdosen zu ziehen sind. Daher sollten diese Kanülen nicht verwendet werden. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, den dargestellten Vorschlag umzusetzen, bitten wir Sie, die Impfungen nicht vorzunehmen und sich bei uns zu melden unter hamburg.impft@kvhh.de. Melden Sie sich auch, falls Sie eine andere nicht passende Kombination erhalten haben und fügen aussagekräftige Fotos bei. Wir werden den betroffenen Praxen so schnell wie möglich eine Lösung anbieten.

Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/d/1/e/4/d1e4012367415db1dc11c0b1d6234247ad37ac4f/Nr-11-Stand-21-4-7.pdf

Rundschreiben der KV Nr. 10: Impfstart in den Praxen, Webinar zum Umgang mit Comirnaty

Corona: Turbulenzen vor dem Impfstart in den Praxen
Die unter großer medialer Begleitung vogenommene Änderung der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zum Einsatz des AstraZeneca-Impfstoffs und einige missverständliche Äußerungen des bundesgesundheitsministers haben auch im Vorfeld des Impfstarts in den Praxen für Verwirrung gesorgt. Die Rahmenbedingungen des Impfens haben sich aber nicht geändert.

Es bleibt dabei, dass zunächst nur der Wirkstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer ausgeliefert wird. Zusätzliche Lieferungen mit AstraZeneca sind uns noch nicht avisiert. Es bleibt auch bei der Priorisierung der Impfverordnung und damit der Bitte, dass vorrangig die Hausärzte impfen sollen und diese vorrangig ältere Patienten, auchimmobile Patienten im Wege eines Hausbesuches.


Corona: Impfstoff-Zuteilung geschieht nicht einheitlich
Die Zuteilung der Impfstoffe auf dei Praxen erfolgte nicht nach einer Hamburg-weit einheitlichen Quote. Manche Praxen erhlaten die Bestellung in voller Höhe, bei anderen wird zum Teil stark quotiert. Unseren Informationenzufolge liegt dies an der Umsetzung einer „Allgemeinverfügung“ des Bundesgesundheitsministeriums, die den Pharmagroßhandel verpflichtet hat, die Apotheken eines bundeslandes gleichmäßig zu beliefern.

Damit hängt die Quote der Apotheke davon ab, wie hoch die Bestellung durch die Ärzte bei ihr war: Gehen in einer Aotheke sehr viele Bestellungen ein, sinkt die Quote, liegen die Bestellungen nicht so hoch, können die Apotheken die gewünschte Menge in voller Höhe liefern. Auf diese Vorgabe und den dadurch ausgelösten Prozess hat die KV Hamburg keinen Einfluss.

Corona: Webinar zum Umgang mit Comirnaty
Zusätzlich zu den Informationen im Onlineportal und den Erklärfilmen zum Umgang mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer bietet die KV Hamburg auch ein Webinar zu diesem Thema an. Demonstriert wird die Aufbereitung („Herstellung“) des Impfstoffes, der Transport sowie das Aufziehen in die Spritze. Zudem können Fragen gestellt werden – auch allgemein zum Impfen in den Arztpraxen.

Das Webinar wird durchgeführt von Pia Sundermann (Leitende Apothekerin des Impfzentrums), Dr. Dirk Heinrich (Vorsitzender KV-Vertreterversammlung) und Walter Plassmann (Vorsitzender der KV Hamburg). Es findet statt am Dienstag, 6. Aptil um 20 Uhr.

Sie können sich einwählen unter https://youtu.be/d3gXIGLmgfw (Titel: Webinar zur Corona Impfung in Hamburg). Fragen stellen Sie bitte per E-Mail unter Impfwebinar@kvhh.de

Corona: Kontakperson nicht immer impfberechtigt!
Nicht alle Kontaktpersonen eines Impfberechtigten haben ebenfalls einen Impfanspruch. Dies gilt nur für Kontaktpersonen bei pflegebedürftigen Menschen, die nicht in einem Heim gepflegt werden sowie bei Schwangeren. Die Kontaktpersonen werden durch den Impfberechtigten benannt. Es reicht aus, wenn Sie die Kontaktperson in Ihrer Patientenakte dokumentieren. Alternativ können Sie ein formular verwenden, das die Sozialbehörde bereitsgestellt hat (https://www.hamburg.de/corona-impfung/14984310/nachweis-kontaktpersonen/).

Corona: Informationspaket zum Impfen in den Praxen

In der ausgabe 9 des Telegrammes vom 25. März 2021 wurde Ihnen mitgeteilt, dass Ihnen zum Thema Impfen in den Praxen weitere Informationen per Post zugehen. Diese schriftlichen Informationen, bestehend aus einem Schreiben und ein Hinweisblatt „Wichtigste Informationen auf einen Blick“ vom 25. März 2021, wurden bereits versendet. Das umfangreiche Informationspaket zum Impfen finden Sie im Onlineportal unter der Rubrik „Impfen“.

Quelle: KV Hamburg

Rundschreiben der KV Nr. 9: Impfen in den Praxen beginnt, Impfung in Schwerpunktpraxen, keine Sonderregelung zu Gründonnerstag

Corona: Impfen in den Praxen beginnt endlich
Nach massiven Interventionen von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und den Kassenärztlichen Vereinigungen ist nun endlich grünes Licht gegeben worden für das Impfen in den Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte. Erfreulicherweise ist es gelungen, den Aufwand in den Praxen recht überschaubar zu halten. Auch sind die Preise für die Impfleistungen realitätsnäher als manch anderes Impfhonorar.
Das Wichtigste in Kürze:
– Die Impfkampagne in den Praxen beginnt in der Woche nach Ostern. Die Impfstoffe werden am Dienstag, 6. April, oder am Mittwoch, 7. April, in die Praxen geliefert.
– Das Impfen gegen das SARS CoV-2-Virus wird abgewickelt, wie Sie es beispielsweise von der Influenza-Impfung her kennen: Sie bestellen in Ihrer Apotheke mittels Muster 16 (bitte geben Sie als Kostenträger das Bundesamt für Soziale Sicherung an), diese liefert den Impfstoff aus. Da anfänglich nicht sehr viel Impfstoff zur Verfügung steht, erfolgt der Bestell- und Lieferrhythmus wöchentlich.
– Die erste Lieferung ist von der Höhe her festgesetzt. Jeder Arzt, der Impfstoff bestellt, erhält maximal 18 Impfdosen. Ab der 15. Woche können die Bestellmengen gewählt werden, es kann aber sein, dass die Auslieferung quotiert werden muss, wenn mehr bestellt wurde, als die Apotheken liefern können.
– Sie erhalten als Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer. Die Aufbereitung („Rekonstitution“) und die Verarbeitung dieses Impfstoffes erfordern große Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Bitte informieren Sie sich eingehend über die Verarbeitungsschritte und die Verimpfungszeiten, und üben Sie mit Ihrem Praxispersonal den Umgang. Wir werden Ihnen hierzu auch noch ein Webinar anbieten.
– Zum Impfen berechtigt ist jede Ärztin und jeder Arzt. In den ersten Wochen wird allerdings nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung stehen, sodass es angezeigt ist, in diesen Zeiten den Hausarzt-Praxen das Impfen zu überlassen. Ab der letzten April-Woche soll die Menge der Impfstoffe spürbar steigen, sodass dann auf breiterer Front geimpft werden kann.
– Auch für das Impfen in den Praxen gilt die Priorisierung der Impfverordnung. Das bedeutet, dass zunächst die über 80jährigen Menschen geimpft werden sollen, vor allem jene, die weder in einem Heim wohnen noch in das Impfzentrum kommen konnten bzw. können. Wenn diese Patientengruppe versorgt wurde, können gemäß Priorität 2 folgende Personengruppen eingeladen werden: über 70jährige sowie Patienten mit bestimmten Indikationen. Bei allen Impfberechtigten können Sie jeweils zwei enge Kontaktpersonen mitimpfen. Die Kontaktpersonen werden Ihnen vom Impfling benannt; sie müssen keine Überprüfung oder Ähnliches vornehmen. Die aktuellen Priorisierungsgruppen finden Sie auf der Homepage der Stadt Hamburg unter www.hamburg.de/corona-impfung/.
– Es ist sehr wichtig, dass Sie alle zur Verfügung gestellten Impfdosen in der betreffenden Woche verimpfen. Hierzu dürfen Sie nötigenfalls auch von der Priorisierung abweichen. Bitte legen Sie sich keinen Impf-Vorrat an – was beim BioNTech-Impfstoff auch fachlich nicht möglich wäre.
– Die Impflinge werden von Ihnen individuell eingeladen. Wir werden in den Medien unablässig darauf hinweisen, dass sich die Menschen nicht von sich aus an die Praxen wenden sollen. Zur Einladung der Impflinge können Sie ein Online-Tool der KV Hamburg nutzen, das den Prozess für Sie deutlich erleichtert.
– Diese Impfung ist keine GKV-Leistung. Impfberechtigt sind alle Personen, gleichgültig, ob sie gesetzlich oder privat oder gar nicht krankenversichert sind. Auch Privatversicherte werden also aus dem Kontingent geimpft, das Sie von der Apotheke erhalten, es muss von diesem nicht abgeholt werden.
– Die Aufklärung und Einwilligung des Impflings erfolgt wie bei einer Influenza-Impfung: Bei Menschen, die bei Ihnen in Behandlung sind, genügt der Eintrag in Ihrer Patientenkartei, bei unbekannten Impflingen ist von diesem ein Einwilligungsbogen zu unterzeichnen.
– Sie erhalten für eine Impfung als Honorar 20 Euro; lehnt der Impfling nach Beratung eine Impfung ab, erhalten Sie für diese Beratung 10 Euro. Impfen Sie während eines Hausbesuches, sind zusätzlich 35 Euro abrechenbar; impfen Sie weitere Personen während dieses Hausbesuches, erhalten Sie hierfür jeweils 15 Euro zusätzlich zur Impfung. Abgerechnet wird mit je einer Ziffer für die Erst- und für die Zweitimpfung, jeweils versehen mit einem Suffix, das den verwendeten Impfstoff kennzeichnet. Die Abrechnung erfolgt im Rahmen Ihrer Quartalsabrechnung. Eine Quotierung dieser Honorare findet nicht statt.
– Dem RKI sind täglich die verimpften Dosen zu melden. Hierfür stellen wir Ihnen über unser Online-Portal ein -Tool zur Verfügung, in dem Sie lediglich die Summe der verimpften Dosen eintragen müssen. Die eigentliche Impf-Surveillance erfolgt dann später über Ihre Abrechnung, aus der wir die Daten, die das RKI benötigt, herausziehen und gesammelt melden. Sie erhalten in den nächsten Tagen per Post weitere Informationen. Wir haben Ihnen ein umfangreiches Informationspaket zusammengestellt mit schriftlichen Informationen und Erklärfilmen. Die Zugangsdaten werden Ihnen in dem Schreiben mitgeteilt. Zudem steht Ihnen ein Team von Expertinnen für alle Fragen um das Impfen zur Verfügung, das Sie unter hamburg.impft@kvhh.de erreichen können. Wir sind sehr froh, dass die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte nun endlich in die Impfkampagne einbezogen werden. Wir glauben fest daran, dass dies der entscheidende Schritt ist, um eine hohe Durchimpfungsrate und damit ein Ende der Pandemie-bedingten Einschränkungen erreichen zu können. Einzige Voraussetzung ist, dass die Industrie ihre Lieferzusagen einhält. Jetzt kann das KV-System ein weiteres Mal seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Gerade in Hamburg stehen die Ärztinnen und Ärzte von Anbeginn an vorderster Front der Pandemie-Bekämpfung. Sie werden es auch am Ende der Pandemie mit großem Erfolg tun. Hierfür vielen Dank!


Corona: Impfung in Schwerpunktpraxen bleibt im alten System
Trotz des nunmehr unmittelbar bevorstehenden Ausrollens der Impfkampagne in die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bleibt die Vereinbarung
der KV Hamburg mit der Sozialbehörde zum Impfen in den fachärztlichen Schwerpunktpraxen in Kraft. Die Dialyse-Zentren sowie onkologischen und pulmologischen Schwerpunktpraxen erhalten weiterhin die Impfdosen aus dem Impfzentrum. Dies gilt so lange, bis der impfberechtigte Patientenkreis durchgeimpft ist.


Keine Sonderregelungen zum Gründonnerstag
Nach dem Hin und Her der Politik bleibt der Gründonnerstag (1.4.21) ein normaler Arbeitstag und damit auch ein normaler Praxistag. Es gelten keinerlei Sonderregelungen. Sollten Sie also an diesem Tag Ihre Praxis schließen, denken Sie bitte daran, Ihren Patienten eine Vertretung zu benennen. Der bloße Hinweis auf den Arztruf Hamburg (116117) reicht nicht aus.

Bescheinigung für PoC-Antigen-Schnelltest
Wenn Sie bei einem Patienten einen PoC-Antigen-Schnelltest durchführen, dann sind Sie verpflichtet, das Ergebnis dieses Tests schriftlich zu bescheinigen. Wir haben hierfür eine Vorlage auf unserer Homepage zur Verfügung gestellt, die Sie gerne nutzen können. Sie finden die Vorlage unter www.kvhh.net, „Corona Informationen für die Praxen“, Themenschwerpunkt „PoC Antigen-Test“.

Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/b/0/0/a/b00ade9e325b7415f3de68c2b08cd24e986ada44/Nr-9-Stand-21-3-25-final.pdf

Rundschreiben der KV Nr. 8: Zweiter Impfstart in den Praxen, TSS: Termine an Osterfeiertagen löschen

Corona: Zweiter Impfbeginn in den Facharztpraxen
Nachdem der ursprüngliche Start des Impfens in Praxen niedergelassener Ärzte durch die Aussetzung des AstraZeneca-Impfstoffes bereits gestoppt werden musste, als er noch gar nicht richtig begonnen hatte, wurde nun heute der zweite Anlauf unternommen. Die Impfungen unmittelbar wiederaufnehmen konnten die Dialyse-Zentren, in den nächsten Tagen schalten sich die onkologischen und pulmologischen Schwerpunktpraxen hinzu. Die zur Verfügung gestellte Menge an Impfdosen ist recht gering, weil AstraZeneca die avisierten Liefermenge deutlich gekürzt hat.


Corona: Impfbeginn in den Hausarztpraxen noch offen
Der „Impfgipfel“ der Bundeskanzlerin mit den Länder-Chefs hat zwar beschlossen, die Hausarztpraxen in die Impfkampagne einzubeziehen, allerdings wirft der Beschluss für die Umsetzung viele Fragen auf, die noch geklärt werden müssen. Der Beschluss sieht vor, nach Ostern die Impfung in den Hausarztpraxen zu starten. Jede Praxis soll pro Woche 20 Impfdosen bekommen – also zwei Fläschchen („Vials“) AstraZeneca-Impfstoff. Der Vertrieb sol auf dem herkömmlichen Weg über die Apotheke geschehen. Die Ärzte sind bei der Einladung der Patienten an eine Priorisierung gebunden, die von der sozialbehörde festgelegt werden soll.

Die Politik verlangt, dass die zugewiesenen Impfdosen unmittelbar verimpft werden sollen – ob sich dies angesichts des nicht geringen Aufwands zur Verimpfung der SARS CoV-2-Vakzine realisieren lässt, ist noch nicht absehbar. Offen ist auch, ob es einen Bestellprozess vom Arzt zum Apotheker geben wird und ob nicht abgeforderte Fläschchen dann anderweitig vergeben werden können.

Die KV Hamburg wird die Hausärzte im Impfprozess jedenfalls nach Kräften unterstützen. So kann die KV den einladungs- und Terminierungsprozess inklusive der Zusendung wichtiger Unterlagen zur Aufklärung und Einwilligung organisieren. Alles hierzu Notwendige wid den Praxen – neben vielen anderen Informationen – in einem „Starterpaket“ übermittelt werden, sobald die Einzelheiten feststehen.

Für Auskünfte stehen wie unter der E-Mail-Adresse Hamburg.impft@kvhh.de zur Verfügung. Bitte beachten Sie aber, dass aktuell -wie dargestellt- noch viele Fragen offen sind. wir melden uns sofort, wenn die Dinge klarer werden.

Terminservicestelle (TSS): Termine an Oster-Feiertagen löschen
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Terminservicestelle weisen darauf hin, dass in der Datenbank des eTS quer durch alle Fachrichtungen leider versehentlich auch Termine für die gesetzlichen Feiertage der bevorstehenden Osterfestes eingestellt sind. Dies betrifft den Karfreitag, 02.04.2021, sowie Ostermontag, den 05.04.2021.

Bitte überprüfen Sie Ihre eingestellten TSS-Termine nochmals in Hinblick auf gesetzliche Feiertage und löschen diese Termine zeitnah, bzw. legen diese um.

Bei Buchung eines Dringlichkeitstermine telefonisch über die TSS kann im Telefonat noch eingegriffen werden, jedoch stehen die Termine auch zur Selbstbuchung durch die Patientinnen und Patienten über die Webseite zur Verfügung. Hier fällt dann ggf. erst kurzfristig zum Termin auf, dass der TErmin so gar nicht stattfinden kann.


Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/3/d/0/6/3d063538b5e4ce65afa8ba2eb7feaa5fdc4196cc/Nr-8-Stand-21-03-22.pdf

Rundschreiben der KV Nr. 7: Impfstart in den Praxen, Update Corona, Zuschläge für Hausbesuche

Corona: Impfstart in den Praxen auf kleiner Flamme
Am kommenden Montag (15.3.) startet das Impfen gegen das SARS CoV-2-Virus in Praxen niedergelassener Ärzte – allerdings auf sehr kleiner Flamme und zunächst nur in fachärztlichen Schwerpunktpraxen. Hintergrund ist, dass nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung gestellt wurde, der auch nur an Patienten aus der Prioritäts-Stufe 2 verimpft werden soll. Da zudem der Bezugsweg über die Apotheken noch nicht steht, sollten nur wenige Praxen beteiligt werden. Aus diesem Grund beginnt das Impfen in den Dialyse-Zentren. Die DialysePatienten werden durch die Praxen angesprochen und zum Impfen eingeladen. Im nächsten Schritt sollen die onkologischen und pulmologischen Schwerpunktpraxen einbezogen werden. Wann dies der Fall sein wird, ist aktuell noch nicht abzusehen.


Corona: Streit um Impfstart in Haus- und Facharztpraxen
Zwischen den Bundesländern ist ein heftiger Streit darüber entbrannt, wann dem niedergelassenen System so viel Impfstoff zur Verfügung gestellt werden kann, dass auch Haus- und Fachärzte auf breiter Front einbezogen werden können. Zwar wird nicht in Abrede gestellt, dass das Impfziel nur erreicht werden kann, wenn niedergelassene Ärzte impfen, aber einige Länder setzen bis auf Weiteres auf Impfzentren. Hierzu zählen vor allem die großen Länder wie Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Hamburg unterstützt diesen Ansatz nicht. Doch konnte die Länder-Mehrheit bei der jüngsten Sitzung der Gesundheitsminister und –senatorinnen durchsetzen, dass der zur Verfügung stehende Impfstoff zunächst nur an die Impfzentren geliefert wird, bis diese ausgelastet sind. Nur der „Überlauf“ soll an die Praxen gehen. De facto würde dies dazu führen, dass die in anderen Bundesländern bereits sehr hohen Lagerbestände weiter anwachsen würden. Deshalb hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung nachdrücklich eingefordert, diesen Beschluss umzudrehen und den Impf-Schwerpunkt auf die Praxen zu legen. Den Streit entscheiden werden die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten spätestens am 22. März

Corona: Ärzte und Psychotherapeuten nach wie vor impfberechtigt
Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten sowie deren Teams sind nach wie vor impfberechtigt. Die Sozialbehörde hat die zunächst vorgegebene Frist (21. März) aufgehoben. Auch können sich Ärzte und Psychotherapeuten, die das 65. Lebensjahr überschritten haben, nun einen Termin besorgen. Grund ist die entsprechende Freigabe des AstraZeneca-Wirkstoffes. Ausgenommen sind aber weiterhin Mitarbeiter in Laboren und Pathologie-Praxen.

Corona: Update zu weiteren Fragen
 Die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut hat die Zeitspanne zwischen erster und zweiter Impfung für alle Wirkstoffe neu festgelegt. Für mRNA-Wirkstoffe (BioNTech und Moderna) sind nun sechs Wochen vorgesehen, für AstraZeneca zwölf Wochen. Die Impfverordnung hat dies übernommen.
 Die Sozialbehörde hat auf diese geänderten Rahmenbedingungen reagiert und 30.000 Impftermine freigegeben. Bis auf einen Rest an mRNA-Impfstoffen wird in Hamburg künftig der anlandende Impfstoff vollständig verimpft werden.
 Die Lieferung mit Impfstoffen ist nach wie vor sehr volatil. Vor allem bei AstraZeneca fallen noch immer ganze Lieferungen aus. Vor diesem Hintergrund sind Planungen über eine Woche hinaus mit großen Unsicherheitsfaktoren verbunden.
 Trotzdem nähert sich das Impfzentrum seiner Kapazitätsgrenze. Zuletzt wurden täglich rund 5.000 Impflinge versorgt. Der Grund ist, dass die Impfungen in den Alten- und Pflegeinrichtungen ebenso abgeschlossen sind wie in den Krankenhäusern. So konnte mehr Impfstoff in das Impfzentrum geleitet werden.
 Die künftige Belieferung der Arztpraxen mit Covid-Impfstoff ist geregelt. Sie erfolgt auf dem gewohnten Weg über die Apotheke. Der Arzt meldet wöchentlich bis zu einem Stichtag (voraussichtlich Dienstag) den Bedarf der darauffolgenden Woche und erhält dann am Freitag den bestellten Impfstoff. Die Lieferkette soll bis Ostern aufgebaut sein. Bespielt wird sie natürlich erst, wenn die Praxen auf breiter Front in die Impfung einbezogen werden. Noch ist dies also nicht der Fall.

Corona: Zuschlag für Hausbesuche und Covid-Sprechstunde bleibt
Solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Abs. 1 Satz 2 IfSG feststellt, erhalten Ärzte für den Fall unaufschiebbarer Arztbesuche bei Corona positiv getesteten Personen, die im Wege eines Hausbesuchs durchgeführt werden, zusätzlich zum Besuch (GOP 01410-01412 und GOP 01414-01416 und GOP 01418 EBM) einen Zuschlag in Höhe von 10,00 €. Hierzu ist die GOP 98241 berechnungsfähig. Ein unaufschiebbarer Arztbesuch ist ein akuter Krankheitszustand, dessen Behandlung aus medizinischer Sicht bei einem Fach- oder Hausarzt erfolgen muss, bevor die Quarantäneverfügung aufgehoben worden ist. Voraussetzung für die Vergütung ist, dass für den Patienten eine Quarantäneverfügung vorliegt und die Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Infektion ist entsprechend mit dem ICD-10 U07.1 zu codieren. Zusätzlich ist die Diagnose anzugeben, aufgrund derer der Hausbesuch stattfindet. Die Unaufschiebbarkeit des Arztbesuches muss durch den hierfür vorab telefonisch durch den Patienten kontaktierten Arzt oder den „Arztruf Hamburg“- Arzt festgestellt werden. Ferner wird für jeden Patienten für den Fall unaufschiebbarer Arztbesuche, die aufgrund einer Vermittlung in der Facharztpraxis im Rahmen einer CovidSprechstunde vorgenommen werden, ein Zuschlag in Höhe von 10,00 € auf die Grundpauschale vergütet. Hierzu ist die GOP 98242 berechnungsfähig. Ein Patient, der aufgrund behördlicher Verfügung in Quarantäne lebt, alarmiert bei Beschwerden seinen Hausarzt oder den „Arztruf Hamburg“. Die Unaufschiebbarkeit des Facharztbesuches in einer Covid-Sprechstunde muss durch den Hausbesuch, den Hausarzt oder den „Arztruf Hamburg“- Arzt festgestellt werden. Die Covid Sprechstunde kann nur auf Überweisung und nach Zuteilung eines Termins in Anspruch genommen werden. Bitte dokumentieren Sie auch in diesen Fällen den ICD-10 U07.1 sowie die Diagnose, aufgrund derer die Behandlung in der Facharztpraxis erfolgt. Der Anspruch auf die genannten Zuschläge ist auf Arztgruppen beschränkt, die einen persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt haben.

Corona: PCR-Bestätigung-Test nun OEGD-Leistung
Mit der Neufassung der Testverordnung (TestV) zum 8. März ist die bestätigende Diagnostik nach positivem Selbst- oder PoC-Schnelltest bei asymptomatischen Personen nicht mehr Teil der Krankenbehandlung, sondern nach der TestV abrechenbar. Die Bestätigungsdiagnostik wird nun über das Formular OEGD veranlasst. Das Muster OEGD wird überarbeitet, um eine bestätigende PCR-Testung und auch die variantenspezifische PCR-Testung bei Verdacht nach positiven PoC-Test beauftragen zu können. Bis dahin ist die Veranlassung als Freitext auf dem aktuellen Formular zu notieren.


Corona: Atteste für Corona-Schutzimpfungen
Bitte weisen Sie Ihre Patienten explizit darauf hin, dass das Attest der grundsätzlichen Impfberechtigung noch nicht eine konkrete Impfung zur Folge hat. Die Sozialbehörde wird die Gruppen jeweils aufrufen. Erst wenn die entsprechenden Personengruppen zur Impfung aufgefordert wird, kann der Patient einen Termin buchen und wahrnehmen.

Psychotherapeuten: Bitte Videosprechstunde anbieten
Die Nachfrage seitens der Patienten, die Psychotherapie-Sprechstunde mittels Videosprechstunde in Anspruch zu nehmen, ist aktuell in der Terminservicestelle deutlich gestiegen. Sollten Sie sich dazu entschieden haben, während der Coronapandemie Videosprechstunden durchzuführen, bitten wir Sie, diese Information in Ihren Terminprofilhinweis in der TSS-Datenbank zu hinterlegen. So können Termine bedarfsgerecht vermittelt werden. Eine allgemeine Anleitung zur Einstellung eines Terminprofilhinweises finden Sie auf unserer Homepage unter kvhh.de/Praxis/Terminservicestelle. Klappen Sie hier unter dem Bereich „Information für die Praxis“ bitte Ihren Fachgruppenbereich auf.


Hygiene- und Abstandsregeln in Arztpraxen
In den letzten Wochen wurden vermehrt Kontrollen in den Arztpraxen auf Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln gem. der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg durchgeführt. Aus diesem Anlass weisen wir auf die Informationen auf unserer Homepage hin: kvhh.de/Corona-Informationen-für-die-Praxis und dann unter Praxisorganisation (Pandemieplanung).

Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/3/d/0/6/3d063538b5e4ce65afa8ba2eb7feaa5fdc4196cc/Nr-7-Stand-21-03-12.pdf

Rundschreiben der KV Nr. 6 vom 5. März: Schnelltests, Corona-Sachstand, Grippeimpfungen 2021/2022

Corona: Ärzte sollen Teststrategie unterstützen – Termine bereitstellen!
Die Freie und Hansestadt Hamburg will bereits ab dem kommenden Montag die zwischen den Ländern und dem Bund abgesprochene Teststrategie umsetzen. Danach soll jeder Bürger einmal pro Woche das Recht auf einen Schnelltest (PoC- Antigentest) haben. In Hamburg soll dies über Testzentren, Apotheken und Arztpraxen sichergestellt werden.
Aus diesem Grund bittet die Stadt alle Ärzte zu prüfen, ob Sie entsprechende Testkapazitäten bereitstellen können. Gebucht werden sollen die Tests online über die www.116117.de. Dort werden bereits seit einigen Monaten PCR-Test-Termine angeboten, das System ist gut etabliert.
Wenn Sie Termine zur Verfügung stellen wollen, beachten Sie bitte die beigefügte Anleitung.
Ein PoC-Test wird mit 15 Euro vergütet (GOP 88310), für das Testkit gibt es eine Sachkostenerstattung bis maximal 9 Euro (GOP 88312).
Corona: Psychotherapeuten können ab Montag Termine buchen
In Hamburg niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten können ab Montag, 8. März, Termine für eine Impfung gegen das SARS CoV-2-Virus buchen. Impfberechtigt sind alle Psychotherapeuten und das Praxispersonal zwischen 18 und 65 Jahren, verimpft wird der Wirkstoff von AstraZeneca.
Die Terminvereinbarung ist telefonisch über die 116117 sowie online über https://www.impfterminservice.de möglich. Zur Impfung im Impfzentrum muss eine ausgefüllte und unterschriebene oder gestempelte Arbeitsgeberbescheinigung, die Terminbestätigung (die nach der Buchung zugestellt wird) sowie der Personalausweis mitgebracht und vorgelegt werden. Als Parxisinhaber müssen Sie die beigefühte Arbeitgeberbescheinigung für dich selbst ausstellen und unterschreiben. Ohne diese Dokumente kann keine Impfung erfolgen. Eine Vorlage der Arbeitgeberbescheinigung ist diesem Telegramm biegefügt.
Ob auch ältere Psychotherapeuten eine Impfbescheinigung erhalten, hängt zum einen davon ab, ob und wann die Impfverordnung die geänderte STIKO-Empfehlung umsetzt und ob und wann die Sozialbehörde in Hamburg den Kreis der impfberechtigten Personen ausweitet. Beides ist zur Zeit nicht absehbar.

Die Arbeitgeberbescheinigung finden Sie hier mit einem Klick.

Corona: Bescheinigung berechtigt nicht für Impftermin!
Viele Patienten fragen aktuell nach Bescheinigungen, mit denen der Arzt bestätigt, dass sie in eine der Priorisierungs-Klassen der Impfverordnung fallen. Bitte weisen Sie den Patienten ausdrücklich darauf hin, dass die Bescheinigung weder dazu berechtigt, sich einen Impftermin zu reservieren, noch dazu, im Impfzentrum einen Impfung zu verlangen oder bei der Sozialbehörde eine Ausnahmenberechtigung zu erhalten.
Die Sozialbehörde ruft die impfberechtigten Personen jeweils auf. Patienten, die an einer Krankheit leiden, die in die Priorisierung_Klasse 2 eingestuft sind, können sich aktuell nur in Schwerpunktpraxen impfen lassen. Diese laden die impfberechtigten Patienten direkt ein. Auch dort reicht eine Bescheinigung nicht aus, um eine Impfung zu erhalten.
Corona: Der Sachstand
Die Impfkampagne in Hamburg ist – wie bundesweit- von der Verfügbarkeit der Impfdosen abhängig. Nach wie vor sind die Lieferzusagen der Pharmaindustrie nicht belastbar; dies gilt vor allem für AstraZeneca. Erst in dieser Woche umfasste eine Lieferung nur die Hälfte der zugesagten Dosen, eine zweite fiel komplett aus.
Trotzdem konnten schon einige Meilensteine erreicht werden:
Die Bewohner der Alten- und Pflegeheime sind mit der zwieten Impfung versorgt und damit recht sicher geschützt gegen einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung.
Im Impfzentrum konnte die Zahl der täglichen Impfungen auf bis zu 4.000 erhöht werden. Hierzu wurde die zweite Halle -und damit drei weitere Cluster- in Bertrieb gebommen. Die STrukturen haben sich als gut belastbar erwiesen, sodass einem weiteren Hochfahren der Impfzahlen nichts im Wege stünde – wenn es denn ausreichend Impfstoff gäbe.
Verimpft werden im Impfzentrum aktuell alle zugelassenen Vakzine. Nach wie vor haben wir keinerlei ernsthafte oder systematische Impf-Zwischenfälle registriert.
Die niedergelassenen Ärzte und ihre Teams sind weitgehend mit der Erstimpfung versorgt oder haben TEmrine buchen können. Leider können Pathologen und das nichtärztliche Personal in den Laboren keine Impftermine buchen, da siie in der Impfverordnung erst in der „Prio 3“ eingestuft sind, die noch nicht aufgerufen ist. Ab kommender Woche können zudem niedergelassene Psychotherapeuten und ihr Praxispersonal einen Impftermin buchen. Damit dürfte die KV Hamburg die erste KV sein, in der nahezu alle KV-Mitglieder und die Praxisteams geimpft sind, beziehungsweise einen Impftermin haben oder erhalten können.
ebenfalls ab kommender Woche beginnt die Verimpfung in den Praxen. aufgrund des geringen Volumens der zur Verfügung stehenden Impfstoffe und der Vorgabe der Sozialbehörde, nur Patienten definierter Indikationen aus der Prio-Klasse 2 zu impfen sowie logistischer Probleme wird die Impfung zunächst in Schwerpunktpraxen der Onkologie, Pulmologie und Nephrologie stattfinden können. Sobald der Impfstoff in größerer Zahl vorhanden ist, werden auch hausärztliche Praxen in die Impfkampagne einbezogen.
Grippeimpfstoff 2021/2022
Kurzfristig hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) entschieden, dass Ärzte in der neuen Grippesaison ausnahmsweise von den G-BA-Vorgaben abweichen dürfen und bei Bedarf für ihre Patienten ab 60 Jahren auch auf andere Grip- peimpfstoffe als den Hochdosisimpfstoff ausweichen können. So steht es in dem Entwurf für eine sogenannte „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen Influenza und Masern“.
Die Bedingungen für den Einsatz des Hochdosisimpfstoffs Efluelda® bleiben unverändert. Der von der Stiko für Personen ab 60 Jahren empfohlene Impfstoff ist trotz des höheren Preises wirtschaftlich und es entsteht für die Praxen kein „Prüfungs- bzw. Regressrisiko“ durch BEstellung und Verwendung dieses Impfstoffs!
Im Gesundheitswesen hatte der G-BA Beschluss zur Anpassung der Schutzimp- fungsrichtlinie für einigen Aufruhr gesorgt. So wurde kritisiert, dass es mit Sanofi bislang nur einen Hersteller für die Hochdosis-Vakzine gibt und die Versorgung der Über-60-Jährigen damit nur auf einer einzigen Säule ruht. Außerdem gab es in den Praxen große Probleme bei notwendigen Änderungen der Bestellungen. So hat diese Anpassung des BMG keinen fachlichen Hintergrund, sondern versucht pragmatisch entstandene Probleme zu lösen.
Die Auswahl des Grippeimpfstoffs für den Herbst wird durch diese neue Ent- scheidung des BMG für die Ärzte nicht unbedingt einfacher. Der Hamburger Apothekerverein informiert, dass die Firma Sanofi bekannt gegeben hat, dass Efluelda® wohl erst ab Oktober ausgeliefert wird. Die Influenza Impfung soll nach den Empfehlungen des RKI im Oktober und November durchgeführt werden.
Sind Anpassungen vor diesem Hintergrund notwendig, besprechen Sie bitte al- les Weitere mit der Apotheke ihrer Wahl.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.kvhh.net Bei Fragen wenden Sie sich an die Praxisberatung (Tel. 040/22802 -571/572)
Für Fragen zu allen KV-Themen – auch zu den in diesem Telegramm genannten: Infocenter der KV Hamburg, Telefon 22802-900 Fax 22802-885, E-Mail-Adresse: infocenter@kvhh.de
Quelle: https://www.kvhh.net/_Resources/Persistent/4/d/0/a/4d0a57545541c78c64bfcf9b39d9ba077ab5d518/Nr-6-Stand-21-03-05.pdf